Die Aktienmärkte beenden das zweite Quartal mit einer gewissen Zurückhaltung. Die Indizes notieren leicht im Minus, während Anleger die starken Kursgewinne seit Jahresbeginn gegen wachsende Zweifel an den aktuellen Bewertungen und der künftigen Zinsentwicklung abwägen. Obwohl geopolitische Spannungen, ein Ölpreisschock zu Quartalsbeginn und anhaltende Inflationssorgen bestanden, steuern die wichtigsten Indizes auf eines ihrer besten Quartalsergebnisse seit Jahren zu.
Die Futures notieren vor Handelsbeginn im Plus, wobei der Nasdaq die Gewinne anführt. Anleger wenden sich nach dem Verkaufsdruck der vergangenen Woche wieder verstärkt Wachstums- und Technologiewerten zu. Gleichzeitig geben die Ölpreise nach, was die Sorgen um geopolitisch bedingte Inflationsrisiken verringert.
2026 ist ein Midterm-Jahr. Während die politische Aufmerksamkeit auf die Kongresswahlen im November gerichtet ist, folgen die Finanzmärkte einem ganz eigenen Drehbuch – einem, das sich seit Jahrzehnten wiederholt und das für Anleger im zweiten Halbjahr besonders relevant wird. Denn historisch betrachtet gehört die zweite Jahreshälfte von Midterm-Jahren zu den stärksten Phasen des gesamten vierjährigen Presidential Cycle. Die Daten zeichnen ein erstaunlich konsistentes Bild.
Die US-Erzeugerpreise stiegen im Mai saisonbereinigt um 1,1% und lagen damit über den Erwartungen von 0,7%, nachdem sie im April ebenfalls um 1,1% zugelegt hatten. Das BLS meldete damit den zweiten Monat in Folge mit massivem Preisanstieg. Im Jahresvergleich schoss die Erzeugerpreisinflation auf 6,5% – über den Konsenserwartungen von 6,4% und der höchste Wert seit November 2022.